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MdB Göppel (CSU) antwortete
Josef Göppel, MdB aus Herrieden, bedankte sich für unser Schreiben bezüglich der Koalitionsverhandlungen mit der FDP und unserer Bitte, sich dafür einzusetzen, dass die Grenzwerte für GVO in Futtermittel als "Nulltoleranz-Wert" erhalten bleibt. Außerdem soll es keine Anbaugenehmigungen für GVOs geben. J. Göppel versprach, sich dafür einzusetzen, was er bisher auch immer wieder gezeigt hat. Von Herrn Erdel, FDP, kam bisher keine Antwort.

Gen-Mais MON 810 in Deutschland verboten
Ministerin Aigner verkündet Anbauverbot, was ihre Vorgänger im Amt nicht wagten:

Das Bündnis für eine gentechnikanbaufreie Region Ansbach begrüßt Anbauverbot für MON810 Das Ansbacher Bündnis begrüßt das am Dienstag, den 14. April 2009, von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner verhängte Anbauverbot für den Gen-Mais MON810 in Deutschland. Als nächste Schritte müsse mam sich jetzt Gedanken machen über gentechnikfreie Fütterung im Landkreis. Bundesweit stehe außerdem ein Verbot des geplanten Anbaus von genmanipulierten Pharma-Kartoffeln zur Diskussion.

Die Sprecher des Bündisses nahmen die heutige Entscheidung Aigners mit Erleichterung und Freude auf. „Das ist ein überfälliger Schritt auf den wir lange gewartet haben und ein schwerer Schlag für die Agro- Gentechnik in Deutschland. Endlich sieht nun auch die Politik ein, dass sie mit dieser Risikotechnologie auf ein falsches Pferd setzte und endlich den Mut fand abzusteigen. Es ist letztendlich ein verdienter Sieg vieler Basis-Bewegungen gegen die Genmanipulation.“ Dass Bauernverbandspräsident Sonnleitner am Sonntag öffentlich Stellung bezog gegen MON 810, hat möglicherweise die Entscheidungsfreude von Ministerin Aigner beflügelt.
Deutschland folgt mit dem Verbot von MON810 vielen anderen europäischen Ländern. Auch Frankreich, Österreich, Ungarn, Griechenland und Luxemburg haben den Anbau des genmanipulierten Mais unter Hinweis auf ökologische Risiken verboten.
Das Aus für Monsantos Gen-Mais kann man auch als Sieg für die Demokratie und dem Einsatz vieler Bürger an der Basis bezeichnen. „Jahrelang haben in Deutschland wenige Dutzend Gentechnikanbauer Hunderttausende von Landwirten und Imkern in Angst und Schrecken versetzt und Honig und Ernteprodukte dem Risiko einer Kontamination ausgesetzt“, so die Meinung im Bündnis. „Bisher war es möglich, die Gewinninteressen eines US-Konzerns gegen den Willen der Bevölkerung und zum Schaden und Nachteil von Privatpersonen und der Umwelt durchzusetzen. Das Landwirtschaftsministerium schützt nun mit seiner Entscheidung die überwältigende Mehrheit von Verbrauchern, Landwirten und Imkern, die die Agro-Gentechnik ablehnen.“

Es ist nun auch möglich in der gesamten EU ein Anbauverbot für Gen- Mais herbeizuführen. Eine Entscheidung über die europaweite Wiederzulassung von MON810 sowie über eine Erstzulassung zweier weiterer Gen-Mais-Linien soll noch in diesem Jahr fallen. Zudem müsse in Deutschland jetzt konsequenterweise auch der Forschungsanbau besonders riskanter Gen- Pflanzen wie der von Arzneimittel produzierenden Kartoffeln untersagt werden.

Bei MON810 handelt es sich um einen so genannten Bt-Mais des US-Agrarkonzerns Monsanto. Er produziert durch den gentechnischen Einbau eines Gens aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis ein Insektengift. Damit soll der Maiszünsler bekämpft werden, ein Schmetterling, der bei intensivem Maisanbau auftreten kann. MON810 ist die einzige genmanipulierte Pflanzenlinie, die in Europa angebaut werden darf. In diesem Jahr sollte MON810 nach offiziellen Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf 3596 Hektar angebaut werden. Die Arbeit für das Bündnis geht trotzdem nicht aus. Nun müsse als nächster Schritt angefangen werden, möglichst flächendeckend in der Region für eine gentechnikfreie Fütterung zu werben. Das Bündnis für ein gentechnikanbaufreies Ansbach sieht hier noch einen großen Aufklärungs- und Informationsbedarf. Ähnlich wie in Fürth schon geschehen, sollte es auch in unserer Region möglich sein, Nahrung über eine gentechnikfreie Fütterung zu erzeugen. Toll wäre es, wenn die Metzgereien im Landkreis aktiv mit eintreten, dass in der Landwirtschaft auf solche eine Fütterung umgestellt wird. Es kann ein Markenzeichen der Region werden, sich hier von anderen abzuheben. Für die Verbraucher sei es allemal besser, „saubere“ Produkte zu kaufen und zu essen. Regionale Futterhändler bieten jedenfalls genügend gentechnikfreie Futtersorten an.

Auch die regierenden Parteien sollten sich nun besinnen und einen Richtungswechsel einschlagen, denn in den Koalitionsverträgen auf Bundesebene und auch in Bayern wabere immer noch der „alte Geist der Genmanipulation“. Erst wenn das Ziel der gentechnikfreien Landwirtschaft allgemein anerkannt werde und Eingang in EU-Verträge und Landesverfassungen gefunden habe, könne man wirklich aufatmen. Breite Unterstützung wünscht sich das Bündnis dazu von den regional verantwortlichen Politikern.



Lieferanten von GVO-freien Futtermitteln
Hier finden sie eine Liste von Lieferanten von gentechnikfreien Futtermitteln.

Umstellung auf Biolandbau
Am Montag, den 16.2.2009 um 19.30 Uhr, gibt es in der Kantine der Rezathalle in Ansbach Informationen des Verbandes "Bioland" zur biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise, zur Rinderhaltung und Umstellung von Betrieben.

Josef Feilmeier am Hesselberg


Die Einladung, Presseeankündigung und das Plakat zu dieser Veranstaltung finden Sie unter dem Punkt "Materialien"


Gentechnik und Blauzungenkrankheit
Ein Erfahrungsbericht von Heiner Lohmann: probleme-mit-impfungen-von-heiner-lohmann11